Ein weites Herz und einen weiten Blick im neuen Jahr 2020

Pfarrei Winhöring am 18.01.2020

Eingang info-icon-20px Foto: Gruber

Lie­be Win­hö­rin­ger, lie­be Besu­cher von Pfar​rei​-Win​ho​e​ring​.de!

Ein Bei­spiel für ein wei­tes Herz und einen wei­ten Blick zei­gen uns Sime­on und Han­na, die uns in der Kind­heits­ge­schich­te des Evan­ge­lis­ten Lukas begeg­nen. Die­se bei­den geis­ter­füll­ten Men­schen emp­fan­gen Jesus im Tem­pel von Jeru­sa­lem, als er von sei­nen Eltern aus Dank­bar­keit für des­sen Geburt dort­hin getra­gen wird.

Bei­de sind im vor­ge­rück­ten Alter und Sime­on ahnt, dass das Ende sei­nes Lebens näher rückt. Doch zuvor kommt die größ­te Stun­de ihres Lebens. Ihn bewegt die Begeg­nung mit Jesus zu einem schö­nen Gebet, das zum offi­zi­el­len Nacht­ge­bet der Kir­che gewor­den ist. Dar­in preist er Gott: Denn mei­ne Augen haben das Heil gese­hen, dass Du vor allen Völ­kern berei­tet hast, ein Licht, das die Hei­den erleuch­tet und Herr­lich­keit für dein Volk Isra­el.“ Schön, wenn man ein­mal solch schö­ne Wor­te fin­det als Bilanz des eige­nen Lebens. Schön, wenn immer wie­der der Rück­blick auf ver­gan­ge­ne Abschnit­te des Lebens dazu ein­lädt, dank­bar zu sein.
Sime­on und Han­na war­te­ten ein lan­ges Leben auf die Ret­tung ihres Vol­kes Isra­el. Nun geht bei­den das Herz auf und der Blick wei­tet sich. Sie erken­nen im Chris­tus-Kind die Zukunft ihres eige­nen Lebens und der gan­zen Welt.

Bis heu­te sind auch wir zur Begeg­nung mit Chris­tus als dem Licht der Welt ein­ge­la­den, wenn wir am 2. Febru­ar das Fest der Dar­stel­lung des Herrn fei­ern, das hier bei uns auch Mariä Licht­mess“ genannt wird. Dafür ste­hen die Ker­zen, die an die­sem Tag geseg­net wer­den als mäch­ti­ges Sym­bol: Licht mehrt sich, wenn es wei­ter­ge­reicht wird und ande­re ent­flammt. Kon­kret erfahr­bar wird das dann, wenn wir für ande­re Men­schen beten, dass sie in allem Dun­kel von per­sön­li­chen Sor­gen Chris­tus als das Licht ihres Lebens fin­den.
Kon­kret wird das aber auch in jeder Form von Soli­da­ri­tät und Hil­fe, die ange­bo­ten und geleis­tet wird.
Kon­kret wird das auch im akti­ven Mit­bau­en an einer zukunfts­fä­hi­gen Gesell-schaft und in der Ein­fluss­nah­me auf die Poli­tik nach den Maß­stä­ben des Evan­ge­li­ums.

Uns allen wün­sche ich im neu­en Jahr sol­che hel­len und mit Licht erfüll­ten Tage, die uns der Glau­be zu schen­ken ver­mag. Gleich­zei­tig bit­te ich Sie auch in die­sem Jahr um Ihr Ker­zen­op­fer zuguns­ten der wür­di­gen Gestal­tung unse­rer Got­tes­diens­te. Es kann als Bar­spen­de, auch gegen Quit­tung, im Pfarr­bü­ro oder bei der Mes­ne­rin Hil­de Sal­zin­ger abge­ge­ben wer­den.

Ihr

BGR Chris­ti­an Krieg­baum, Pfarrer